
Frauen sind wie Sonnenblumen
von Lopina
Regie & Buch: Jörg Wilms
Mit den eingefahrenen Bahnen unzufrieden beschreiten einige Frauen einer engagierten Gruppe neue Wege.
Für einen guten Zweck beschließen sie, über ihren Schatten zu springen: Bei der Gestaltung eines freizügigen Kalenders befreien sie sich nicht nur von ihren Textilien sondern auch von Ihren Zwängen und lernen sich neu kennen.
Ungeahnt, was dabei alles zutage kommt.
Presse:
WAZ 30.05.2011
Freie Theatergruppe Lopina feiert am 4. Juni Premiere mit einer Tragikkomödie
Die Szene: Ein Picknick auf der flauschigen Sofadecke. Hippe Hüte dienen als einzige Requisite, der Text sitzt. Regisseur Jörg Wilms ist mit der Leistung seiner Schauspielerinnen zufrieden.
Acht Frauen und zwei Kinder haben sich zusammengefunden und gemeinsam die Freie Theatergruppe Lopina gegründet. Lopina heißt übrigens Laupenbach. Der Name stand in einer Chronik zur Kettwiger Geschichte und fühlte sich irgendwie gut an. Das war 2008. Ein Jahr später stieß auch die Kettwigerin Ruth Tuschen zur Truppe. An diesem Probentag hat sie ihren grünen Hut dabei. Ein bisschen verkleiden muss halt sein, hilft auch gegen das Lampenfieber. Das haben irgendwie alle. Seit zwei Jahren wird geprobt. Einmal in der Woche, sehr intensiv und mit viel Freude. Die Premiere steht kurz bevor. Unterm Dach des Altenheims St. Josefshaus trifft man sich. Fenster auf, frische Luft muss rein, damit der Kopf frei wird. Das Stück ist übrigens eine Tragikkomödie und heißt „Frauen sind wie Sonnenblumen“. Das Thema ist bekannt. Eine Gruppe Frauen beschließt, für einen guten Zweck einen freizügigen Kalender zu gestalten. Und sie befreien sich nicht nur von ihrer Kleidung, sondern auch von vielen Zwängen…
Von der Film-Vorlage ließ sich Regisseur Jörg Wilms inspirieren und schrieb ein eigenes Bühnenstück. „Das Thema der Kalendergirls ist toll, und ich habe es auf Essen umgemünzt“, sagt der Mann, der eine Menge Erfahrung mit Theaterarbeit hat. „Ich leite 20 Gruppen – mit Senioren, mit Kindern, mit geistig Behinderten. Die Arbeit macht einfach Freude – besonders mit Lopina“, sagt Wilms und lächelt. „Wir sind nichts ohne ihn, und er ist nichts ohne uns“, sagt eine der Schauspielerinnen. Und lächelt ebenfalls.
Und wie wird es am Premierentag sein? „Wir haben sicherlich einen Kloß im Bauch“, sagt Ruth Tuschen. Doch von dem Stück sind sie alle überzeugt – und da stellt sich der Erfolg dann von ganz allein ein. Toi, toi, toi – Lopina. (Text: Sabine Moseler-Worm, WAZ)


